Yamato Tegai
Kanteisho: NBTHK Juyo Nr. 6751, ausgestellt am 8. September 1980. Präsident: Homma Junji
Katana, Mumei
Shinogi Zukuri, Iori Mune, Chu-Kissaki
Nagasa: 67,2 cm
Sori: 1,4 cm
Motohaba: 2,75 cm
Sakihaba: 1,7 cm
Jihada: Ko-Itame, Ko-Mokume mit Ji-Nie
Hamon: Hoso-Suguha-Cho in Ko-Nie deki mit Ko-Gunome, Hotsure, Uchinoke und Kinsuji
Boshi: Midare, Yakitsume auf der Ura Seite
Nagako: O-Suriage, Kiri Yasurime, drei Mekugi-Ana, zwei verschlossen
Sayagaki von Tanobe Michihiro, 2018
Beurteilung:
Das Juyo Zertifikat bewertet die Klinge als exzellente Arbeit und als perfekt erhalten. Sie wird zeitlich in die späte Kamakura Zeit, „nicht später“, eingeordnet. Das Sayagaki von Tanobe Michihiro bezeichnet das Schwert als ein Meisterwerk der Tegai-Schule.
Die Yamato Schmiede arbeiteten für die Sohei, für die Kriegermönche. Ihre Schwerter, die in Nie gehärtet sind, erscheinen ab der mittleren/ späten Kamakura-Zeit, ihre Qualität und die spirituelle Strenge, die ihnen anhaftet, hat viele nachfolgende Schmiede beeinflusst. Dieses Schwert besitzt eine elegante Sugata der mittleren Kamakura Zeit mit einem kleinen Chu-Kissaki, einem Koshi Sori und einer deutlichen Verjüngung von der Basis zur Spitze hin. Im Shinogi Ji herrscht Masame vor. Seine besondere Schönheit macht die herausragende Qualität des Ko-Nie aus, welches im Habuchi als leuchtender Streifen erscheint, was den Eindruck entstehen lässt, als strahle der Hamon ein eigenes Licht aus. Im schwärzlichen Ji erzeugt das Ko-Nie ein Ko-Mokume, welches über die ganze Klinge ein dichtes Muster bildet. Man kann die Klinge als ein Meisterstück raffinierter Simplizität bezeichnen.
Dazu gehört ein signiertes en suite Higo Koshirae aus der späten Edo-Zeit im Stil der Nagasaki-Jakushi-Schule, welche Einflüsse der chinesischen Literaten-Malerei im 17. Jahrhundert aufgriff. Das unsignierte Eisentsuba ist im Shimizu-Jingo-Stil gefertigt und zeigt einen Gold-Nunome Drachen, auf der Rückseite eine Vajra, ein buddhistisches Symbol. Die Motive auf den Kodogu sind Tigerdrachen in Gold, Kupfer und Silber Nunome, umgeben von Eisentauschierungen, die an die Tuschtechnik Tarashikomi (Malen auf feuchtem Papier) erinnern, für welche die Rimpa-Schule in der Momoyama Zeit berühmt war. Sie sind handwerklich meisterhaft ausgeführt in Nunome mit verschiedenen Metallen, gemischt mit Tauschierungen und angeschmolzenen Partien, was einen frappierend malerischen Eindruck hinterlässt. Dieser chinesisch beeinflusste Jakushi-Stil drückt ebenso wie die zeitgenössische Nanga-Malerei das „Yugen“ aus, das Dunkle, Geheimnisvolle, unter der Oberfläche sich Befindende, hierfür wird Nunome-Technik mit verschiedenen Metallen eingesetzt, zusätzlich finden sich Schmelzeffekte und Tauschierungen. So schwimmen die Drachen auf dem Koshirae in Wellen und Flammen, tauchen darin unter und wieder auf. Die nur in hellem Licht sichtbare diskrete Lackierung der Saya erinnert an Seetang unter Wasser. So vermittelt das Koshirae die expressiven Pinselstriche eines Nanga-Tuschbildes. Fuchi und Kogai sind signiert: Kyoto Ju Minamoto Muneyoshi Saku Kore, auf dem Kogai: Muneyoshi tsukuru.